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Der Waldverein verliert einen Gründungsvater - Gedenken an Anton Grätz

Kurz vor Silvester hat Anton Grätz an seinem Ruhesitz in Wengen am Ammersee für immer die Augen geschlossen. Mit ihm verliert der Oberpfälzer Waldverein Kohlberg die prägende Gestalt seiner Vereinsgeschichte. Schon kurz nach der Gründung übernahm der damalige Forstrevierleiter 1963 die Vereinsführung. 21 lange Jahre hat er diese Aufgabe mit Herzblut, Pioniergeist und außerordentlichem Engagement erledigt.

Das heute noch so bestehende Wanderwegenetz um den Ort, ab 1963 die jährlichen Waldfeste, 1972 die Gründung der OWV-Jugendblaskapelle, die Holzhauerkreuz-Renovierung sowie 1984 der Umbau der letzten Flüchtlingsbaracke im Ortsteil Schlemm zur Festhalle sind nur einige Marksteine seines Schaffens. Dank und Anerkennung machten Grätz immer verlegen. Große Reden waren nicht seine Sache, er packte lieber tatkräftig bei allen Arbeiten mit an. Sein Beispiel war für die ganze Gründergeneration des Zweigvereins Maßstab und Vorbild. „Er war ein ruhiger, feiner Mann“, so beschreibt ihn Dr. Helmut Leupold vom OWV-Hauptverein, welcher bereits 1969 die Jahreshauptversammlung in Kohlberg, dem Ort mit der später - grössten Mitgliederdichte abhielt. Die Verdienstnadel in Gold zum 25jährigen Vereinsjubiläum 1978 und seine Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Zweigvereins sind kleine Zeichen der Dankbarkeit und Würdigung dieser Lebensleistung

Mit Helene Grätz, seiner tatkräftigen Gattin hatte der „Tane“, wie er genannt wurde in allen Lebenslagen eine verlässliche Stütze. Sie führte neben ihrem kommunalpolitischen Engagement ab 1984 die Vorstandsarbeit im OWV Kohlberg bis 1992 erfolgreich weiter. Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand verbrachte das Ehepaar Grätz die letzten Jahre im Elternhaus des Verstorbenen an seinem geliebten Ammersee. Aber auch von dort aus begleiteten beide wohlwollend weiter die Geschicke des Oberpfälzer Waldvereins im Ort. Die Vorstandschaft wird in nächster Zeit über eine angemessene Erinnerung an Anton Grätz beraten. Zahlreiche Mitglieder des Ortsvereins erwiesen ihm bei der Beerdigung die letzte Ehre.

Johann Müller